Das Shanghai International Film Festival (SIFF) hat sein Hauptaufgebot für die 28. Ausgabe bekannt gegeben, die vom 12. bis 21. Juni stattfinden wird. In diesem Jahr zeichnet sich die Veranstaltung durch die Präsentation von 12 Weltpremieren im Wettbewerb um die Golden Goblet Awards aus und markiert damit einen Meilenstein in der Geschichte des Festivals.
Zu den relevantesten Produktionen zählen drei Filme in chinesischer Sprache, die alle von aufstrebenden Filmemachern gedreht wurden. Insgesamt werden in fünf Abschnitten 49 Titel gegeneinander antreten, die aus rund 4.100 Einsendungen aus 125 Ländern und Regionen ausgewählt werden.
Ausgewählte Produktionen
Der Hauptwettbewerb umfasst Werke aus 15 Ländern. Chinesische Filme sind Atlantische Rhapsodie von Zhong Kaifeng, Der große Totenkopf von Liu Xiaoyang und Geheimnis in der Box von Frankie Tam Gong-Yuen, eine Koproduktion zwischen dem chinesischen Festland und Hongkong. Atlantische Rhapsodie mischt Drama, Komödie und Fantasy und erzählt die Geschichte eines Supermarktangestellten, der nach einer schlaflosen Nacht Stimmen hört, nachdem er einen Hai gekocht hat. Seinerseits Der große Totenkopf ist eine düstere Komödie, in der es um eine junge Frau und ihre Mutter geht, die gegen ein „Bestattungskomitee“ antreten, das ihr Vater vor seinem Tod organisiert hatte. Geheimnis in der Box ist vom Hongkonger „Box Murder Case“ der 1970er Jahre inspiriert und konzentriert sich auf einen Mann, der seine Unschuld beteuert, und einen jungen Ermittler, der nach der Wahrheit sucht.
Der einzige zusätzliche asiatische Film in der Sektion ist mein eigenes letztes Abendessen vom indonesischen Regisseur Ismail Basbeth. Europa wiederum nimmt mit zwei deutschen Projekten den größten Teil der verbleibenden Plätze ein: Superbuhei von Josef Brandl und Die elende Mutter von Susanne Heinrich, der ebenfalls auf dem Internationalen Filmfest München Premiere feiert. Weitere bemerkenswerte Titel sind die türkisch-deutsche Koproduktion Nacht der Blindheit, der Belgier beleuchtet von Nicolás Rincón Gille und dem Marokkaner Halima von Yassine El Idrissi.
Das Festival entwickelt sich zu einer Plattform für neue Talente und entfernt sich von einem bloßen Schaufenster für Filme, die bereits auf anderen Festivals anerkannt wurden. Die Hauptjury unter dem Vorsitz des Hongkonger Schauspielers Tony Leung Chiu-wai besteht aus sieben Mitgliedern, darunter unter anderem der chinesische Regisseur Guan Hu, die georgische Drehbuchautorin und Regisseurin Déa Kulumbegashvili und die mexikanische Filmemacherin Fernanda Valadez.
Neue Stimmen im asiatischen Kino
Die Sektion Asian New Talent, die Debüts und Zweitfilmen asiatischer Regisseure gewidmet ist, präsentiert dieses Jahr 12 Titel, allesamt Weltpremieren bis auf einen. Unter ihnen ist 9 Tempel zum Himmel von Sompot Chidgasornpongse, der bereits bei den Directors' Fortnight in Cannes vorgestellt wurde. Es dominieren wieder chinesischsprachige Produktionen mit Titeln wie Kasuar von Zhang Hanyi und Dein erster Vorgeschmack von Gong Yiwen.
Auch Dokumentar- und Animationswettbewerbe sind mit fünf Titeln in jeder Kategorie sowie zehn Live-Action- und fünf animierten Kurzfilmen vertreten. Die amerikanische Filmemacherin Geeta Gandbhir leitet die Dokumentarfilm-Jury, während der britische Animator Will Becher die Animations-Jury leitet.
Das Festival wird am 12. Juni mit eröffnet Publikationsstück, ein psychologisches Drama aus Hongkong, bei dem der Newcomer Keane TK Wong Regie führte und der von Derek Yee produziert wurde. Der Film folgt einem Regisseur, der während eines Castings eine gefährliche Beziehung mit einer jungen Schauspielerin eingeht.
28. Shanghai Gold Cup Awards: Hauptwettbewerb
Atlantische Rhapsodie (Zhong Kaifeng, China), Halima (Yassine El Idrissi, Marokko), beleuchtet (Nicolás Rincón Gille, Belgien), Luisas Wüste (Alan Minas, Brasilien, Vereinigtes Königreich), mein eigenes letztes Abendessen (Ismail Basbeth, Indonesien), Nacht der Blindheit (Reis Çelik, Türkiye, Deutschland), Jungs vom Meer (Daniil Merkulov, Russland), Geheimnis in der Box (Frankie Tam Gong-Yuen, China, Hongkong), Superbuhei (Josef Brandl, Deutschland), Der große Totenkopf (Liu Xiaoyang, China), Die elende Mutter (Susanne Heinrich, Deutschland, Frankreich), Der Parkplatz (Louis Godbout, Kanada).
Neues asiatisches Talent
9 Tempel zum Himmel (Sompot Chidgasornpongse, Thailand), Über die Mutter (Büşra Bülbül, Türkiye), Boom (Zaid Abu Hamdan, Jordanien, Saudi-Arabien), Kasuar (Zhang Hanyi, China), Hund Tag Nacht (Mak Tin Shu, China, Hongkong), Dein erster Vorgeschmack (Gong Yiwen, China), Jägermond (Ridham Janve, Indien, Deutschland), Es ist nichts Gutes in Sicht: Eine Geschichte (Alibi Mukushev, Kasachstan), Keine harten Gefühle (Liu Shichuan, China), helles Feld (Narghiza Dotieva, Kirgisistan), Fremde in den Bergen (Wan Bo, China), Das blinde Mädchen und ein Elefant (Ishtiyak Ahmad Zihad, Bangladesch, Deutschland).
Dokumentarfilm
Gutartig (David Baute, Spanien), Ungehörte Noten (Gu Yun, China), Überreste (Elena Chemerska, Nordmazedonien, Kroatien, Slowenien), Der Tiger des Ostens (Jorge Acevedo, Chile), Räder vergessener Träume (Milos Ljubomirovic, Danilo Lazovic, Serbien, Bulgarien, Kroatien).
Animation
Amadeo und die hypothetische neue Welt (Brenda Lígia, Edu Felistoque, Brasilien), Dante (Linda Hambäck, Schweden, Norwegen, Dänemark), Garuda: Traue dich zu träumen (Ronny Gani, Indonesien), sie sah verloren aus (Olivier Clert, Frankreich), Winnipeg, Samen der Hoffnung (Elio Guiroga, Beñat Beitia, Spanien, Chile, Argentinien).
Abonnieren Sie Uruguay Al Día
Erhalten Sie die wichtigsten Neuigkeiten direkt in Ihrer E-Mail. Täglich klare, unabhängige und aktuelle Informationen.
Folgen Sie uns auf WhatsApp
Treten Sie unserem offiziellen Kanal bei und erhalten Sie Benachrichtigungen, Neuigkeiten und exklusive Inhalte von Uruguay Al Día.
🔔 Treten Sie dem WhatsApp-Kanal bei