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Laut Andrés Julián Rendón wären in Briceño Guerillakämpfer getötet worden, denen der Mord an dem Journalisten Mateo Pérez vorgeworfen wird

In Briceño, Antioquia, nehmen die Spannungen zu, da Guerillas, die für die Ermordung des Journalisten Mateo Pérez verantwortlich sind, möglicherweise verloren gehen. Die Gemeinde verhindert den Zugang des Militärs.

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Gouverneur Andrés Julián Rendón kündigte die mögliche Neutralisierung der Guerilla in Briceño an, wo die Gemeinde den Zugang zu den Behörden blockiert.
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Autor: Ronnie Fernandez Von Ronnie Fernandez

In den Bergen von Antioquia hallt das Echo eines Verbrechens laut wider. Der Mord an Mateo Pérez, einem jungen Journalisten, hat in Briceño ein Vorher und Nachher geprägt. Die von Angst und Unsicherheit umgebene Gemeinschaft ist zum Schauplatz eines neuen Konflikts geworden.

Andrés Julián Rendón, Gouverneur des Departements, gab bekannt, dass die Verantwortlichen für den brutalen Mord möglicherweise von einer Spezialeinheit der Nationalarmee getötet wurden. Aufgrund des Widerstands der Bewohner, die laut Rendón von den FARC-Dissidenten manipuliert werden, konnten die Leichen der Guerillas jedoch noch nicht geborgen werden.

Briceño: eine Stadt voller Angst

Am 5. Mai verschwand Mateo Pérez in Briceño. Seine Suche endete drei Tage später, als seine Leiche in einer ländlichen Gegend gefunden wurde. Die Narben dieses Verlustes sind tief. In den Geschäften und auf der Straße ist das Thema unumgänglich: „Warum haben sie ihn getötet?“ fragen die Nachbarn mit gebrochener Stimme.

Die Behörden identifizierten den Verantwortlichen: Jhon Edison Chalá Torrejano von der Darío Gutiérrez-Front, einer Abspaltung der 36. Front. Diese inzwischen zersplitterte Gruppe verbreitet weiterhin Terror in der Region. Präsident Gustavo Petro verurteilte den Mord und machte deutlich, dass es keine Friedensverhandlungen mit Chalá und seinen Anhängern gebe.

Die Nachricht vom möglichen Verlust der Guerilla hat für Unsicherheit gesorgt. In den Bars und auf den Plätzen murren die Menschen aus Angst vor Repressalien. „Hier werden die Dinge nicht mit Kugeln repariert“, sagt ein Kaufmann, während er bei Einbruch der Dunkelheit die Gitterstäbe seines Geschäfts zurechtrückt.

Die Atmosphäre in Briceño ist angespannt. Die Straßen, in denen einst die Hektik des Alltags herrschte, sind heute von Stille und wachsamen Blicken geprägt. Die Bewohner meiden Versammlungen und bleiben lieber in ihren Häusern, während die Schatten nachmittags länger werden.

Der Konflikt, der nicht endet

Im Herzen von Antioquia scheint Frieden ein ferner Traum zu sein. Obwohl sich die FARC-Dissidenten öffentlich von dem Mord distanzieren, setzen sie ihre kriminellen Aktivitäten fort. Unterdessen steht die Regierung wegen Verhandlungen mit anderen aufständischen Gruppen in der Kritik, etwa mit der Gruppe unter dem Pseudonym Calarcá, deren Gefangennahme aufgrund vorübergehender Vereinbarungen nicht möglich war.

Angst schleicht sich in alltägliche Gespräche ein. In Schulen sorgen sich Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder. „Ich möchte nicht, dass mein Kind alleine rausgeht“, sagt eine Mutter, als sie ihren Sohn abholt. Das Gefühl der Unsicherheit ist in Briceño zum Alltag geworden.

Die Militärtruppen, machtlos gegenüber dem Druck der Bevölkerung, warten weiter. Die zwischen Angst und Misstrauen gefangene Gemeinschaft verweigert den Behörden den Zugang zur Abholung der Leichen der getöteten Aufständischen. Die ständige Militärpräsenz konnte die Gemüter nicht beruhigen.

Die Auswirkungen des Konflikts erreichen jeden Winkel. Händler fürchten um ihre Geschäfte, da die Kundschaft zurückgegangen ist. „Der Umsatz ist um die Hälfte zurückgegangen“, gesteht ein Ladenbesitzer. Die lokale Wirtschaft leidet unter der Last der Unsicherheit.

Die Stimme einer zerbrochenen Familie

Inmitten des Schmerzes hat die Familie von Mateo Pérez einen kleinen Trost in der erhaltenen Unterstützung gefunden. „Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben“, heißt es in einer Erklärung. Die Lücke, die Mateo hinterlassen hat, lässt sich jedoch nicht schließen. Die Gemeinde, die zuvor Hoffnung auf ihn gesetzt hatte, stürzt sich heute in Trauer.

Der Fall von Mateo Pérez hat die Brüche in der Machtdynamik in Antioquia offengelegt, wo bewaffneter Kampf und Politik auf tragische Weise miteinander verflochten sind. Die Gemeinde Briceño, die sich jetzt im Zentrum des Hurrikans befindet, sieht einer ungewissen Zukunft entgegen, da sie inmitten ihres Schmerzes nach Antworten sucht.

Im Pérez-Haus erinnern Mateos Fotografien ständig an das, was verloren gegangen ist. „Er war ein Junge mit großen Träumen“, sagt seine Mutter und streichelt nostalgisch eines seiner Fotos. Der junge Journalist träumte davon, durch seine Worte die Welt zu verändern.

Im Lokalradio hallen die Stimmen derjenigen wider, die ihn kannten, mit Geschichten über seinen Mut und sein Engagement. „Mateo hat immer nach der Wahrheit gesucht“, erinnert sich ein Kollege. Der Kampf um die Wahrheit in einem feindseligen Umfeld ist zum Erbe eines jungen Mannes geworden, der die Macht herausforderte.

Die Region ist in einem Kreislauf der Gewalt gefangen und blickt mit Misstrauen in die Zukunft. Mateos Tod hat ein Volk erschüttert, das trotz allem weiterhin nach einem Weg zum Frieden sucht. In jeder Ecke von Briceño ist Mateos Name zum Symbol des Widerstands und der Hoffnung geworden.

Soziale Netzwerke sind ein Zufluchtsort für diejenigen, die ihrem Schmerz und ihrer Wut Ausdruck verleihen möchten. „Gerechtigkeit für Mateo“, rufen Veröffentlichungen, die sich vervielfachen. In einem Land, das an Gewalt gewöhnt ist, ist die Stimme eines Journalisten zu einem Schrei geworden, der eine Veränderung fordert.


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