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Rechtsfehler des MSP: Der Anästhesist hat ein Verwaltungsversehen ausgenutzt, um das Ministerium zu untergraben

Das Gesundheitsministerium gab zu, verspätet auf eine Anfrage reagiert zu haben

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Ministerin Cristina Lustemberg bei ihrem Auftritt im Fall des Anästhesisten
Der Minister musste vor dem Senat Erklärungen zu den Fehlern bei der Behandlung des Miralles-Falls abgeben. Foto: Diego Lafalche / FocoUy
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Autor: Roy Rodriquez Von Roy Rodriquez

In den Korridoren des Legislativpalastes wurde an diesem Dienstag die Luft mit einem Messer zerschnitten. Ministerin Cristina Lustemberg, die aufgrund des Falles Soledad Barrera bereits auf einem Drahtseil balancierte, musste sich einer neuen Flut von Fragen stellen. Diesmal kam der Schlag nicht von außen, sondern von innen: Ein Verwaltungsfehler, fast ein Anfängerfehler, versetzte das Gesundheitsministerium (MSP) angesichts der Klage von Inés Miralles, der wegen Totschlags verurteilten Anästhesistin, in eine Position absoluter Verwundbarkeit.

Der Kern des Konflikts ist ebenso einfach wie verheerend für das Image des Portfolios: Das Ministerium reagierte verspätet auf die Nichtigkeitsklage der Fachkraft gegen ihren Ausschluss. In der Welt der Akten kann ein Tag Verspätung den Verlust einer Schlacht vor Kriegsbeginn bedeuten.

Der Tag, an dem sich die Bürokratie dagegen wandte

Die Szene ereignete sich vor Monaten, aber der Aufprall explodierte jetzt. Das MSP-Rechtsteam ließ die Frist zur Beantwortung der Klage verstreichen. Nach der Verwaltungsgerichtsordnung von 2024 handelt es sich bei dieser fehlenden Reaktion nicht um ein einfaches Verfahren; Es handelt sich in rechtlicher Hinsicht um ein stillschweigendes Eingeständnis der von der Gegenpartei behaupteten Tatsachen.

Als die Anwälte des Ministeriums versuchten zu reagieren, war es zu spät. Um die Möbel zu retten, schlugen sie vor, Zeugen – Aussagebeweise – einzubeziehen, um Miralles' Geschichte zu widerlegen. Doch Richterin Lucía Techera Tealdi akzeptierte das Argument nicht. In seiner einstweiligen Verfügung äußerte er sich unverblümt: Da das Ministerium nicht rechtzeitig reagiert habe, werde der Sachverhalt der Klage als wahr angesehen. Die Tür zu den Zeugen wurde zugeschlagen.

Eine kleine Lücke ließ der Richter allerdings bei der Genehmigung eines fachärztlichen Gutachtens offen. „Ich habe keine medizinischen Kenntnisse“, argumentierte der Richter und stellte damit einen klaren Abstand zwischen dem Fehler des Ministeriums und der Notwendigkeit her, die medizinische Verantwortung über die Papiere hinaus zu verstehen.

Die Verteidigung im Parlament und das Gespenst der Verschleierung

Fabiana Alonso, stellvertretende Leiterin der Rechtsabteilung, versuchte, die Angelegenheit vor der Presse leiser zu machen. Er sprach von „menschlichem Versagen“ und einer erdrückenden Arbeitsbelastung zwischen Gerichtsverfahren und Verfahren. Es ist die Erklärung, die normalerweise in den Fluren öffentlicher Ämter zu hören ist, wenn die Realität über die Norm hinausgeht.

Doch bei der Opposition funktionierte die Rede nicht. Der weiße Senator Martín Lema, der die Akte bereits unter die Lupe genommen hatte, hielt nichts zurück. „Informationen wurden dem Parlament vorenthalten“, schoss er gleich nach seinem Ausscheiden aus der Kommission. Als die Behörden zuvor vor Senatoren und Abgeordneten auftraten, wussten sie laut Lema bereits von dem Fehler und bevorzugten Stillschweigen.

Dieses Schweigen, das in der Politik normalerweise lauter ist als ein Schrei, führte zu einem sofortigen Vertrauensverlust. Die Empörung der Opposition liegt nicht nur an der administrativen Tatsache, sondern auch an der Wahrnehmung, dass Transparenz im Gesundheitsministerium zum Luxusgut geworden sei.

Ein Szenario ständiger Spannung

Lustemberg seinerseits bleibt auf Kurs. Er betont, dass seine Entscheidung, die Disqualifikation von Miralles von fünf auf drei Jahre zu verkürzen, auf technischen Kriterien und einem schrittweisen Charakter der Sanktionen beruhte, die bereits in anderen Fällen verhängt wurden. „Ich kenne Dr. Miralles nicht“, wiederholte er fast wie ein Mantra und versuchte, sich von jedem Verdacht auf Günstlingswirtschaft zu distanzieren, der in der Luft schwebt, seit elf Mitglieder der Kommission für öffentliche Gesundheit aus Protest massenhaft zurückgetreten sind.

Während die Ministerin versucht, ihr Management aufrechtzuerhalten, läuft der Fall vor dem Gericht für Rechtsannullierungsstreitigkeiten. Die Verwaltungsuntersuchung im Ministerium ist bereits im Gange und sucht nach den Verantwortlichen für die „Vergesslichkeit“, die den Staat heute in Bedrängnis bringt.

Auf der Straße, fernab von Akten und parlamentarischen Erklärungen, bleibt der bittere Geschmack eines Prozesses, der keinen Frieden zu finden scheint. Für die Familie von Soledad Barrera und für die öffentliche Meinung bestärkt jede Nachricht über diesen Prozess das Gefühl, dass menschliches Versagen in der Verwaltungsjustiz immer mit derselben Münze bezahlt wird: Zweifel am System.


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